Europäisches Sprachenportfolio
Das Europäische Sprachenportfolio  (ESP) unterstützt Kinder und Jugendliche  in ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen, mehrsprachigen und interkulturell kompetenten Bürgern Europas. Lernende können mit Hilfe des ESP ihre Sprachenkenntnisse dokumentieren und ihre persönlichen Erfahrungen beim Sprachenlernen und im interkulturellen Kontext aufzeichnen und reflektieren.  Das ESP  ist für die möglichst selbständige Nutzung durch Lernende konzipiert. Es bietet eine Vorlage dafür, ihre Kenntnisse in allen Sprachen, die sie gelernt haben,  mit Hilfe von „Checklisten“ selbst einzuschätzen. Diese Checklisten basieren auf den Niveaustufen des GERS (Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen) und machen persönliche Sprachkenntnisse beschreibbar und damit national und international vergleichbar.
 
In der Arbeit mit dem ESP wird Sprachenlernen als lebensbegleitender Prozess gesehen,  das heißt, dass Lernende sich in jeder Phase ihres Lernens des eigenen Könnens bewusst werden, individuelle Lernziele setzen, ihren Lernfortschritt kontinuierlich überprüfen und die Lernergebnisse sichern und evaluieren. Im Unterricht hilft das ESP  Lehrkräften, wichtige Forderungen des Lehrplans wie Differenzierung und Individualisierung, fächerübergreifendes Lernen und die Förderung der dynamischen Fähigkeiten zu erfüllen. Es unterstützt aber auch die Erreichung der Bildungsstandards und der derzeit entwickelten standardisierten Reifeprüfung am Ende der Schullaufbahn. An der Nahtstelle zum Berufsleben oder tertiären Bildungsbereich dient das ESP der Orientierung über erworbene Kenntnisse und Fertigkeiten.
 
Im Auftrag der Sektionen I und II des BMUKK wurde vom ÖSZ und CEBS ein ESP 15+ entwickelt, das sich konkret an die Altersgruppe „Junge Erwachsene“ wendet und vom Europarat validiert wurde. Es findet sich auf der österreichischen Schulbuchliste und wird von Veritas verlegt. Weitere Informationen über dieses und andere ESP Modelle sind unter folgenden Web-Links einzusehen: